Voraussetzungen für steuerliche Anerkennung Betriebliche Altersvorsorge für Familienangehörige

Voraussetzungen für eine steuerlich abzugsfähige Ehegattenversorgung (oder andere mitarbeitende Familienangehörige) über die betriebliche Altersvorsorge

Damit der mitarbeitende Ehegatte bzw. die mitarbeitende Ehefrau eine steuerlich anerkannte betriebliche Altersversorgung erhalten kann, sind Voraussetzungen zu erfüllen. Eine Voraussetzung ist ein steuerlich anzuerkennendes Arbeitsverhältnis. Ein zivilrechtlich wirksamer Arbeitsvertrag muss im Voraus (vor Abschluss der betrieblichen Altersvorsorge) geschlossen werden. Zwischen dem Unternehmen vom Ehemann (oder Arbeitgeber-Ehegatte) und der Ehefrau (bzw dem Arbeitnehmer-Ehepartner). Der Arbeitnehmer-Ehepartner (beispielsweise Ehefrau) muss tatsächlich im Unternehmen arbeiten und dafür Lohn erhalten.

Weitere Voraussetzung für betriebliche Altersvorsorge für den Ehegatten: richtige Güterstand

Der Güterstand der Ehegatten ist gleichfalls entscheidend dafür, ob die betriebliche Altersvorsorge steuerlich anerkannt wird. Eine Voraussetzung ist die Gütertrennung oder der gesetzliche Güterstand (Zugewinngemeinschaft). Besteht jedoch eine Gütergemeinschaft wird ein tatsächliches Arbeitsverhältnis zwischen den Ehegatten steuerlich nicht anerkannt.

Voraussetzung: Versorgungsverpflichtung

Weitere Voraussetzung ist eine eindeutig vereinbarte und ernstlich gewollte Versorgungsverpflichtung. Ernsthaft gewollt ist eine eingegangene Verpflichtung nur dann, wenn der Arbeitgeber-Ehegatte aus der Verpflichtung tatsächlich in Anspruch genommen wird. Wenn die betriebliche Altersversorgung über eine Direktversicherung, Unterstützungskasse oder einen Pensionsfonds bzw. eine Pensionskasse erfolgt, ergeben sich in der Regel keine Probleme. Beim Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge über die Direktzusage ist das Bestehen einer Rückdeckungsversicherung Indiz für eine Ernsthaftigkeit.

Voraussetzung für steuerlich anerkannte Ehegattenversorgung über die betriebliche Altersvorsorge: Angemessenheit

Die betriebliche Altersvorsorge muss auch angemessen sein. Es müsste eine hohe Wahrscheinlichkeit gegeben sein, dass der Arbeitgeber-Ehegatte einem fremden Arbeitnehmer eine solche Zusage erteilt hätte. Die betriebliche Altersvorsorge ist im Grunde angemessen, wenn auch einem familienfremden Arbeitnehmer eine entsprechende Zusage erteilt wird. Sofern weitere oder vergleichbare Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt werden.

Betriebliche Altersvorsorge für Familienangehörige: Keine Überversorgung

In der Regel gibt es bei der Prüfung der Überversorgung die 75 % Regel. Die besagt, dass die Altersvorsorge aus der betrieblichen Altersvorsorge und der zu erwartenden Sozialversicherungsrente 75 % der aktiven Bezüge vom Arbeitnehmer nicht überschreiten dürfen. Wenn jedoch fest steht, dass das Arbeitsverhältnis steuerrechtlich anzuerkennen ist (beispielsweise weil das Entgelt in eine Direktversicherung umgewandelt wird), sowie dass die Aufwendungen vom Arbeitgeber insgesamt unverändert bleiben, sind die Beiträge zur Direktversicherung in diesem Beispiel betrieblich veranlasst. Ohne Prüfung einer möglichen Überversorgung müssten die Beiträge dann als Betriebsausgabe abzugsfähig sein. Zu berücksichtigen ist hierbei das BFH-Urteil vom 10.6.2008.

Grobe Checkliste steuerliche Anerkennung vom Arbeitsverhältnis eines Familienangehörigen bzw. Ehepartners

Der Familienangehörige bzw. Arbeitnehmer-Ehegatte ersetzt eine fremde Arbeitskraft. Und ist kein Mitunternehmer. Der Arbeitsvertrag ist schriftlich geschlossen worden. Darin sind die Arbeitszeit und die Aufgaben genau definiert worden. Die vereinbarten Leistungen (Arbeitsleistung) wird tatsächlich erbracht. Das vereinbarte Gehalt ist der Höhe nach angemessen und eindeutig sowie klar vereinbart. Auch wird das Gehalt auf ein eigenes Konto vom Arbeitnehmer-Ehegatten regelmäßig ausbezahlt („Oder-Konto“ ist anerkannt). Eine Lohnsteuerkarte liegt vor. Lohnsteuer wird einbehalten und abgeführt. Sozialversicherungsbeiträge werden einbehalten und abgeführt.

Lassen Sie die voraussichtlich steuerliche Anerkennung vorher prüfen

Diese Informationen auf dieser Seite sind nur allgemein. Und außerdem unverbindlich. Und ersetzen keine steuerliche Beratung. Lassen Sie die mögliche steuerliche Anerkennung einer betrieblichen Altersvorsorge von einem mitarbeitenden Familienangehörigen bzw. Ehegatten im Rahmen einer unabhängigen Beratung für die betriebliche Altersvorsorge unverbindlich vom Altersvorsorgeberater sowie verbindlich vom Rechtsanwalt und Steuerberater vorher prüfen.

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