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Pflegeversicherung Änderungen 2013

Mit Beginn vom Jahr 2013 gibt es Änderungen in Verbindung mit der Pflegeversicherung in Deutschland. 2013 tritt das am 29. Juni 2012 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz = PNG) in Kraft. Bestehende Leistungen sollen verbessert werden und neue Leistungen sollen hinzugefügt werden.

Staatliche Förderung Pflegeversicherung Zulage ab 2013

Eine freiwillige private Vorsorge, eine freiwillige Pflegeversicherung soll mit einer Zulage in Höhe von 60 € im Jahr staatlich gefördert werden.

Steigender Finanzbedarf Pflegeversicherung

2012 erhielten 2,4 Millionen Menschen in Deutschland Leistungen aus der Pflegeversicherung. Experten schätzten, dass bis zum Jahr 2030 weit mehr als 3 Millionen Menschen in Deutschland Hilfe benötigen werden. Dadurch würde der Finanzbedarf der Pflegeversicherung steigen.

Beitragserhöhung 2013 in der Pflegeversicherung

Der steigende Finanzbedarf in der Pflegeversicherung soll durch eine Erhöhung vom Beitragssatz um 0,1 % aufgefangen werden. Der Gesetzgeber in Deutschland führte eine Berechnung durch, wonach die soziale Pflegeversicherung durch die Beitragserhöhung pro Jahr ungefähr 1,1 Milliarden € zusätzliches Geld zur Verfügung haben soll. Der Beitragssatz der Pflegeversicherung steigt mit dem 1. Januar 2013 von 1,95 % auf 2,05 %. Wenn jemand das 23. Lebensjahr vollendet hat und kinderlos ist, beträgt der Beitragszuschlag, die Beitragserhöhung zur Pflegeversicherung, 0,25 %.

Bessere Leistungen für Pflegepersonen ab 2013

Die Leistungen für Pflegepersonen während einer Auszeit sollen verbessert werden. Vor dem Jahr 2013 bestand die Regelung, dass das Pflegegeld nicht weiter gezahlt wird, wenn eine pflegebedürftige Person während einer Verhinderungspflege oder Kurzzeitpflege von einer anderen Pflegekraft gepflegt wurde. Die Änderungen bezüglich der Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege im einzelnen:

Pflegeversicherung Kurzzeitpflege Änderung 2013

Vorübergehend, bis zu maximal vier Wochen im Kalenderjahr, kann eine pflegebedürftige Person in einer vollstationären Einrichtung untergebracht werden; bei Urlaub oder Krankheit der Pflegeperson. Oder bei einem kurzfristig erhöhtem Pflegebedarf.

Verhinderungspflege

Eine pflegebedürftige Person kann bis zu vier Wochen im Kalenderjahr durch eine Ersatzkraft betreut werden. Oder in einer stationären Einrichtung. Wenn der Angehörige, der die pflegebedürftige Person pflegt, Erholung braucht oder krank ist.

Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt bei Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege

Wenn Angehörige von einer pflegebedürftigen Person von der Kurzzeitpflege bzw. von der Verhinderungspflege Gebrauch macht, wird das bisher bezogene Pflegegeld bis zu maximal vier Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weitergezahlt.

Rehabilitationsmaßnahme: pflegebedürftige Person kann mitgenommen werden

Pflegende Angehörige können bei einer eigenen Rehabilitationsmaßnahme den Pflegebedürftigen ab 2013 mitnehmen.

Mehrfachpflegezeiten Rentenversicherung

Das Pflegeneuausrichtungs Gesetz PNG verbessert mit dem Jahr 2013 die Anrechnung der rentenrechtlich wirksamen Zeiten. Wenn mehr als ein Angehöriger gepflegt wird. Die Regelung bis Ende 2012: wenn sich jemand um einen pflegebedürftigen Angehörigen pro Woche 14 Stunden oder mehr kümmert, ist es möglich dafür Rentenanwartschaften zu erwerben. Wenn jemand jedoch mehr als eine pflegebedürftige Person gleichzeitg betreute, konnte die für die Pflege aufgewendete Zeit nicht zusammengezählt werden. Wenn weniger als 14 Stunden pro Woche für jeweils eine einzelne pflegebedürftige Person gepflegt wurde. Mit Beginn vom Jahr 2013 bewirkt das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG), dass diese Betreuungszeiten zusammengerechnet werden können. Jedoch gibt es für diese Änderung eine Voraussetzung. Die Pflegebedürftigen müssen mindestens Leistungen der Pflegestufe 1 beziehen.

Änderung 2013 staatliche Förderung für die private Pflege-Zusatzversicherung

Mit Beginn vom Jahr 2013 (1. Januar 2013) ist es möglich eine staatliche Förderung für eine private Pflegeversicherung (private Pflege-Zusatzversicherung) zu erhalten. Die staatliche Förderung, der staatliche Zuschuss, beträgt fünf Euro monatlich bzw. 60 € pro Jahr. Wenn zusätzlich zu einer gesetzlichen Pflegeversicherung eine private Zusatzversicherung abgeschlossen wird, die den gesetzlichen Ansprüchen genügt. Die staatliche Förderung, der staatliche Zuschuss, wird direkt an den Anbieter der privaten Pflegeversicherung ausgezahlt. Also direkt dem Versicherungsvertrag der Person gutgeschrieben, die die staatliche Zulage für die Pflegeversicherung erhalten kann. Die staatliche Pflegeversicherungszulage fließt also direkt in den Vertrag vom Zulageberechtigten.

Optionen bei einer privaten Pflegeversicherung bei Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld 2?

Wenn eine Person, die eine private Pflegeversicherung abgeschlossen hat Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe bezieht, kann die private Pflegezusatzversicherung (private Pflegeversicherung) gekündigt werden. Alternativ kann die private Pflegeversicherung (private Pflegezusatzversicherung) für die Dauer von drei Jahren stillgelegt werden. Dies hätte den Vorteil, dass die ursprünglich abgeschlossene private Pflegeversicherung dann innerhalb dieser drei Jahre wieder aufgenommen werden kann. Wobei diese Möglichkeit in den Versicherungsbedingungen der einzelnen Anbieter einer privaten Pflegeversicherung (Pflegezusatzversicherung) überprüft werden sollte.

Weitere Altersvorsorge-Info

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