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Pflegeversicherung Informationen

Was ist die soziale, gesetzliche und die private Pflegepflichtversicherung? Was sind freiwillige Pflegezusatzversicherungen?

Die Pflegeversicherung ist in Deutschland eine Pflichtversicherung. Unterschieden wird die "soziale oder gesetzliche Pflegepflichtversicherung" und die "private Pflegepflichtversicherung". Diese ist nicht zu verwechseln mit der freiwilligen Pflegezusatzversicherung (private Pflegezusatzversicherung). Bei der sozialen und auch bei der privaten Pflegepflichtversicherung handelt es sich nicht um eine 100-prozentige Absicherung der Pflegekosten. Die tatsächlichen Pflegekosten können sehr viel höher liegen. Für zusätzliche Absicherungen können Pflegezusatzversicherungen (freiwillig) abgeschlossen werden.

Beitragshöhe, Beiträge soziale Pflegeversicherung sind veränderlich

Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung ist ähnlich wie bei anderen Sozialversicherungen (beispielsweise für die Rentenversicherung oder Krankenversicherung) veränderlich. Beispielsweise betrug der Beitragssatz der Pflegeversicherung mit Beginn vom Jahr 2013: 2,05 %. Anfang 2015 2,35 %. Nach Vollendung vom 23. Lebensjahr erhöht sich der Beitrag um 0,25 % für diejenigen, die kinderlos sind. Teilweise werden die Beiträge durch die Arbeitnehmer und teilweise durch die Arbeitgeber getragen.

Beitragspflichtige Einnahmen für die Pflegeversicherung: Höchstgrenze Beitragsbemessungsgrenze

Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden bei der gesetzlichen, sozialen Pflegeversicherung aus beitragspflichtigen Einnahmen berechnet. Jedoch nur bis zu einer Höchstgrenze. Der Beitragsbemessungsgrenze. Die Beitragsbemessungsgrenze kann sich aber von Jahr zu Jahr verändern. 2015 beispielsweise 4125 € monatlich.

Beitragssätze nach Personengruppen

Die Beitragssätze für die Pflegeversicherung sind auch abhängig von der Personengruppe. Am Beispiel für das Jahr 2015: Arbeitnehmer und ähnliche im Bundesgebiet ohne das Bundesland Sachsen: Versicherte und Arbeitgeber jeweils 1,175 %. Insgesamt also 2,35 %. Arbeitnehmer und ähnliche im Bundesland Sachsen: Versicherte 1,675 % und Arbeitgeber 0,675 % = insgesamt 2,35 %. Freiwillig in der Pflegeversicherung Versicherte (beispielsweise Selbstständige, Gewerbetreibende) 2,35 %. Auch Rentner mussten den vollen Beitragssatz in Höhe von 2,35 % alleine tragen. Beihilfeberechtigte bzw. Beamte jedoch nur 1,175 % (der Dienstherr/Arbeitgeber zahlt im Pflegefall nach dem Beihilfebemessungssatz eine spätere Beihilfe als Anteil zu den Pflegeversicherungsbeiträgen). Familien versicherte 0 %. Und für Kinderlose, die das 23. Lebensjahr vollendet und nach dem 31. Dezember 1939 geboren worden, betrug der Beitragszuschlag 0,25 %. Der alleine durch den Versicherten zu tragen war (nicht durch den Arbeitgeber). Bundesbürger in Sachsen mussten einen prozentual höheren Beitrag abführen. Was damit zu tun hat, dass abgesehen vom Bundesland Sachsen im Bundesgebiet zur Finanzierung der Pflegeversicherung ein Feiertag abgeschafft wurde.

Wie werden Beiträge in die gesetzliche Pflegeversicherung gezahlt? Zahlen versicherte Familienangehörige Pflichtbeiträge?

Die Beitragsabführung erfolgt bei Arbeitnehmern automatisch mit den übrigen Sozialabgaben mit der Lohnabrechnung beziehungsweise Gehaltsabrechnung. Versicherte Familienangehörige zahlen keine Pflichtbeiträge in die gesetzliche Pflegeversicherung.

Beiträge zur Pflegeversicherung ohne Kinder

Wer mindestens 23 Jahre alt und nach dem 31. Dezember 1939 geboren wurde muss einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 % zahlen, wenn er keine Kinder hat (kinderlose Arbeitnehmer).

Wer zahlt in die gesetzliche, soziale Pflegepflichtversicherung und wer in die private Pflegepflichtversicherung?

Grundsätzlich gilt: die Pflegeversicherung folgt der Krankenversicherung. Wer in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist, zahlt daher in eine gesetzliche Pflegekasse ein. Und kann sich später Leistungen aus der sozialen Pflegepflichtversicherung erhoffen. Privat Krankenversicherte sind im Vergleich dazu verpflichtet, das Risiko eventueller Pflegekosten bei einer privaten Krankenversicherung abzusichern. Es gibt bei der Pflegeversicherung in Deutschland für Arbeitnehmer bis zu einem bestimmten Monatsgehalt die Pflicht in die soziale Pflegeversicherung einzuzahlen. Ab einem bestimmten Monatsgehalt besteht keine Pflicht mehr in die soziale Pflegeversicherung einzuzahlen. So wie das bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall ist. Ab einem bestimmten Monatsgehalt hat man also die Möglichkeit statt in die soziale Pflegepflichtversicherung in die private Pflegepflichtversicherung einzuzahlen. Ähnlich wie bei der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Die Pflicht für die Versicherung wird nicht aufgehoben. Aber man erhält Wahlfreiheit.

Welche Leistungen erhält man in der privaten Pflegepflichtversicherung?

Versicherungspflichtige in der privaten Pflegepflichtversicherung erhalten Leistungen, die mindestens den Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung entsprechen. Höhere Leistungen sind also möglich. So wie das bei einer privaten Krankenversicherung auch bei anderen Leistungen der Fall sein kann. Anstatt Sachleistungen erhält man bei der privaten Krankenversicherung jedoch eine Kostenerstattung.

Beiträge für die private Pflegepflichtversicherung

Im Unterschied zur sozialen Pflegepflichtversicherung werden die Beiträge für die private Pflegepflichtversicherung nicht nach der Höhe des Einkommens berechnet. So wie in der privaten Krankenversicherung. Stattdessen werden persönliche Kriterien wie das Alter und die Vorerkrankungen berücksichtigt. Jedoch gibt es so ähnlich wie in der sozialen Pflegeversicherung auch in der privaten Pflegeversicherung ein paar soziale Richtlinien. Beispielsweise sind Kinder mitversichert, ohne dass weitere Beiträge in die private Pflege Pflichtversicherung eingezahlt werden müssen. Auch gibt es eine spezielle Regelung für Ehepaare.

Ist die Pflegeversicherung für Selbstständige eine Pflichtversicherung?

Selbstständige sind nicht verpflichtet in die soziale Pflegepflichtversicherung einzuzahlen, außer es handelt sich bei dem Selbstständigen um einen Künstler, einen Musiker oder Journalisten. Bei solchen selbstständigen Tätigkeiten greift die Künstlersozialkasse. Während bei einem Arbeitnehmer die Abführung von Beiträgen in die Pflegeversicherung oder die Krankenversicherung automatisch geschieht, muss sich ein Selbstständiger selbst um seine Versicherungen kümmern. Ein Selbstständiger muss seine (gesetzliche oder private) Krankenversicherung und eine Pflegeversicherung selbstständig beantragen und bezahlen. Auch wenn ein Selbstständiger nicht verpflichtet ist in die soziale Pflegeversicherung einzuzahlen, besteht die Pflicht zur Einzahlung in eine Pflegeversicherung. Selbstständige müssen also entweder in die soziale Pflegepflichtversicherung oder die private Pflegepflichtversicherung Beiträge als Pflichtversicherung einzahlen.

Beiträge für Rentner in der Pflegeversicherung

Wer in die Rente geht muss die Beiträge zur Pflegeversicherung allein tragen. Zur Zeit der Rente werden die Pflichtbeiträge zur Pflegeversicherung also nicht aufgehoben. Sowohl die gesetzliche Rente als auch weitere Einkünfte dienen als Berechnungsgrundlage für die Beiträge zur Pflegeversicherung (bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze).

Studenten und die gesetzliche Pflegeversicherung

Auch für Studenten ist die gesetzliche Pflegeversicherung eine Pflichtversicherung. Wie der Beitrag für die Krankenversicherung wird der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung durch die Pflegekassen einem Studenten in Rechnung gestellt. Studenten müssen monatlich 9,98 Euro Beitrag in die gesetzliche Pflegeversicherung zahlen. Kinderlose Studenten, die mindestens 23 Jahre alt sind, müssen etwas mehr in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen, 11,26 Euro.

Zahlen Arbeitslose Beiträge in die gesetzliche Pflegeversicherung?

Wenn man als Arbeitsloser beim Arbeitsamt registriert ist, übernimmt die Bundesanstalt für Arbeit die Beitragszahlungen für Arbeitslose in die gesetzliche Pflegeversicherung.

Freiwillige zusätzliche Pflegezusatzversicherung können die Deckungslücke schließen oder verringern

Zusätzlich zu der sozialen (gesetzlichen) oder privaten Pflegepflichtversicherung ist eine freiwillige Pflegezusatzversicherung optional. Eine gute Pflegezusatzversicherung hat einen sehr großen Vorteil, wenn eines Tages Pflegeleistungen erforderlich werden. Denn durch Pflegeleistungen können, besonders langfristig gesehen, sehr hohe Kosten auf einen zu kommen. Denn die gesetzliche oder private Pflegepflichtversicherung ist nur darauf ausgelegt einen Teil der Kosten für Pflegebedürftige zu decken. Für private Pflegezusatzversicherungen sind Pflegekosten Versicherungen, Pflegetagegeldversicherungen und Pflegerentenversicherungen üblich.

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